Surviving Christmas with a gastric bypass

27 Dec

Ho ho ho!
Also eigentlich war es gar nicht so schwer wie befürchtet. Und das war irgendwie schön…aber der Reihe nach.

Am 24. waren mein Mann und ich wie immer bei meinen Eltern eingeladen. Schon seit Tagen habe ich gesagt, an dem Tag esse ich ein Eis!!! Ich esse wirklich nur noch sehr wenig Süßkram und die ganze Vor-Weihnachtszeit lief das auch echt super. Die Tage vor Weihnachten habe ich sogar einige Abendessen ohne Kohlenhydrate gegessen. Überhaupt läuft das Essen insgesamt wirklich gut und zu meiner eigenen Überraschung geht es mir auch echt gut dabei.

Es gibt fast jeden Tag Fleisch oder Fisch mit Gemüse und Nudeln oder Reis gibt es selten als Hauptspeise, ansonsten als Beilage. Ich hatte bisher 2 mal Fast Food. Einen halben kleinen Döner habe ich gegessen (nur mit Fleisch und Salat drauf) und 6 Chicken Mc Nuggets ohne Beilage. Was Süßigkeiten betrifft habe ich mich meiner Meinung nach sehr gut gehalten. In den ersten Wochen zu Hause gab es ab und zu (ca. 2 mal wöchentlich) eine Ritter Sport Mini. Als wir im Kino waren hatte ich 2 Handvoll Popcorn. Und also zu Weihnachten eine kleine Kugel Eis (am 24.) und einen halben Muffin (am 25.), sowie eine Praline und ein Stück Milka Nikolauskopf (am 26.).

Jetzt, wo ich es so aufzähle, klingt es ganz schön viel. ABER wenn ich bedenke, dass das die Süßigkeiten und das Fast Food der letzten 4 Wochen waren bin ich schon sehr, sehr glücklich. Über zwei Dinge.

1. sind das Mengen, die vor einigen Monaten noch ein Witz für mich waren. Alleine die Süßigkeiten hätte ich locker an einem einzigen Tag, vielleicht 2,  gefressen, und das ist nun verteilt über vier Wochen.

2. und das ist das wichtigste: Es ist okay für mich. Ja, es ist okay! Ich hab meine kleine Kugel Eis gemampft, und war glücklich. Ich hab die Augen zugemacht, mich gefreut, dass ich ein Eis esse. Und danach habe ich die Augen wieder aufgemacht und hab mich immer noch gefreut, dass ich nach der einen Kugel satt bin.

Weil einige Leute fragen, was ich denn jetzt eigentlich so esse und in welchen Mengen:
An Weihnachten habe ich ca. eine Drittel Scheibe Schweinebraten gegessen, dazu ca. einen Viertel Knödel und einen Esslöffel Rotkohl. Zum Dessert wie gesagt eine kleine Kugel Vanilleeis und ein Apfelbeignet.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag haben wir mit Freunden Raclette gegessen. Ich hatte ein Hackfleischbällchen, ca. 1/2 Scheibe Kochschinken und 1/2 Scheibe Salami, 1 Esslöffel Ananas, 1 Esslöffel ungeschälte Kartoffel, 2 Teelöffel Mais, 2 Spalten Paprika und 1 Teelöffel Kidneybohnen. Natürlich 2 Scheiben Raclette Käse drauf. Und zum Dessert hat meine Freundin Muffins gebacken und Mini-Küchlein in Form eines Tannenbaumes, was wohl ca. einem halben Muffin entspricht.

Ja, es könnte alles viel schwieriger sein. Wenn da nicht die Waage wäre. Vor der OP hatte ich am meisten Angst, dass mein Kopf mit der Situation nicht umgehen kann. Dass mir die Portionen zu klein sind, dass ich  mehr möchte. Ich hatte Angst, ich würde mein geliebtes Cola light vermissen! Als ich am 25. ein kleines Glas Cola einschenkte hatte ich weder Freude daran noch schmeckte es mir gut. Tatsächlich ist all das zu meiner eigenen Überraschung derzeit das kleinste Problem – und die Waage das größte. Gestern stand ich auf der Waage und habe aus Ungläubigkeit angefangen zu lachen. Von 2 Tagen Weihnachten habe ich also ein Kilo zugenommen. Ich dümple weiterhin auf “ungefähr 10 Kilo” rum, wie schon seit 2, 3 Wochen. Es kann mir doch keiner erzählen, dass ich plötzlich nur noch einen Bruchteil von dem esse, was es vorher gab, und trotzdem bleibe ich nach “ungefähr 10 Kilo” stehen. Es ist doch immer das selbe. Bei jeder Diät war es so und jetzt also auch hier. Nur mit dem Unterschied ist: diesmal gibt es kein zurück. Bei einer Diät hätte ich jetzt abgebrochen oder wieder angefangen, zu fressen. Stattdessen geht’s mir mental immer noch gut und ich löffle brav meinen Joghurt und trinke meinen ungesüßten Tee.

Ganz ehrlich: Ich bin froh, ab morgen eine Woche in einer Waagen-freien Zone zu sein. Wenn sich nach dem Urlaub wieder nichts getan hat werde ich alles aufschreiben, was ich esse. Ich wollte das nie wieder, weil es für mich zum diäten gehört, weil es mich an Weight Watchers und Therapie erinnert. Aber irgendwie muss es ja weitergehen. Und ich weiss schon genau, was sie mir sagen werden, all die Schlauberger und all die Leute, die “es gut meinen”. Es wird genau an diesen Kleinigkeiten liegen, warum ich nicht abnehme. Ohne Verzicht keine Abnahme. Aber nein, ich habe mir gesagt, ich möchte nie wieder diäten, nie wieder verzichten. Ich möchte normal sein. Und es ist bisher unglaublich erfüllend, satt zu sein. Einen Teller wegzustellen, auf dem noch etwas drauf ist. Nein zu sagen, zu Süßigkeiten, ohne dass ich das Gefühl habe, ich verpasse etwas. Ich habe mental in den letzten 6 Wochen einfach so unglaublich dazugewonnen und so viel mehr Ruhe im Kopf als die 15 Jahre zuvor. Es ging nicht nur darum, mir alles in den Mund zu stopfen was ging. Es ging um Weihnachten. Es ging darum, das Essen zu genießen. Es ging darum, mit meinen Freunden einen schönen Abend beim Raclette zu haben, ohne Futterneid und unglücklich sein. Es ging darum, mir zu überlegen, was mir am besten schmeckt, um meine beiden Raclette Pfännchen auch wirklich zu genießen. Und das hat wunderbar geklappt und das macht mich sehr stolz und glücklich. Essen gehört zur Lebensqualität – aber meine Lebensqualität besteht nicht mehr nur aus essen.

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Ho ho ho! Did you have a good christmas?
Well to be honest, mine wasn’t at all as I had feared at first! And that felt really nice!

On the 24th of December we spent the evening with my parents, as always. I was so looking forward to having ice cream as dessert!!! I really don’t eat many sweets anymore, and I feel like I did quite well considering it was christmas time. Before christmas I didn’t eat sweets and sometimes didn’t even have any carbs for dinner. Overall I can say that eating feels really good and I am doing better than I ever thought!

I eat meat or fish almost every day. Rice or pasta is only a side dish, I think only once or twice we had it as main course. I had fast food twice until now. Half of a half Döner and 6 chicken McNuggets. When it comes to sweets, I had a couple of Mini Ritter Sport (about 16 grams) about twice a week or so. When we went to the movies I had a handful of popcorn. On the 24th, as I told you, I had a small portion of ice cream and an apple beignet, on the 25th half a muffin and on the 26th one piece of chocolate and a small piece of a chocolate santa.

Now, when I’m listing it like this, it sounds like quite a lot. But compared to what I used to eat it’s a joke! I could easily eat all of that in a day or two and now it’s spread over 4 weeks. I’m pretty proud of that. And what makes me even more proud is: I’m fine with it. I enjoyed it, but I didn’t crave for more. I was satisfied with what I had.

Now, some people keep on asking me “What do you eat? What can you eat? And how much?”. So let me tell you what I had for dinner over the holidays!
On the 24th I had about 5 spoonfuls of clear soup with 2 small dumplings, then about a third of a slice of pork, about a quarter of a “Knödel” (german sort of dumpling) and about one spoonful of red cabbage. For dessert I had 1 tablespoon low fat vanilla ice cream and an apple fritter.
On the 25th we went to have raclette with our friends. Raclette is a small sort of stove. Everyone has a small pan which is filled with whatever you like. It’s topped with a slice of cheese that will melt over the ingredients. I had 2 small pans (usually I had at least 5 or 6 + side dishes) and used: 1 table spoon of unpeeled potato, 1 meatball, half a slice of ham/half a slice salami, 1 table spoon sliced pineapple and 1 teaspoon of each: corn, beans and bell pepper. As dessert my friend made little muffins and small cakes, i took a cake which equalled about half a muffin.

Yes, it could be worse. And I’m far from being unhappy with my life. The only thing that makes me unhappy is the scale. Before I got the surgery I was so scared I couldn’t handle it. So scared, that my head would mess with me. But that’s not at all a problem, to my own surprise. I was so scared of missing my beloved diet coke – and when I poured myself half a glass of coke on the 25th, it didn’t make me feel as happy as I hoped. I am happy with my current situation – weird, isn’t it?
Then I stepped on the scale and had to laugh miserably. I gained one kilo over christmas. Did I even eat one kilo of food? I don’t know. For about 3 weeks I’m on “roundabout 10 kilos”. Which is the exact point where I used to quit. Most of my diets I quit after “roundabout 10 kilos”. Either because I just wouldn’t lose more, no matter how hard I tried, or because I was so freaked out I started to binge again. Only this time, there is no quitting. Mentally, I’m still fine. While typing this, I sit here, eat my yoghurt and drink unsweetened tea. Fine by me.

But to be very honest, I’m glad I won’t be home for a few days now. Away from the scale. If I come back from my holidays and I’m still on “roundabout 10 kilos” I’m gonna write it all down,  because I simply refuse to believe that eating just a fraction of what I used to is not leading to weight loss. I didn’t want to do that anymore, because writing down what I eat reminds me of therapy, reminds me of Weight Watchers and all the other diets. And I know what people are going to say. Those, that know it all, or those who “have only good intentions”. They will say that I should not have eaten that ice cream, I should not have eaten that muffin. Because they think that losing weight means dieting and you won’t lose weight without a diet. All I wanted from this surgery was to become normal. And I have taken big steps already. I feel normal when I sit with family and friends and I can eat, but the quality of my time is not determined by the type or amount of food I eat. What a breakthrough! I did not know this feeling! Nor did I know how it feels to not eat everything that’s on my plate. I did not know how it feels to say no to food. My mind is calm, for the first time in almost 2 decades there is no war in my head, no noise, no screaming. I was SO scared to get this surgery before christmas. But it was the best I could do.

One Response to “Surviving Christmas with a gastric bypass”

  1. Sarah December 27, 2013 at 2:14 pm #

    It’s a plateau, plateau, plateau!!!!!…it’s common, it sucks and it makes you want to stomp your feet like a little kid, but your body will start losing again I promise!!!!! You have been eating really well, everybodys body does this during major weight loss! God I can even tell you at which weights mine does it!……and it will do it again too! I was reading an interview with Mathew McConaughhey and he was even complaining about how hard plateaus are (when he was losing drastic weight for a film)……You are doing great! it’s just a plateau xxxxx

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