Konzertreview: A Wilhelm Scream

2 Mar

I decided long ago to throw those years away.
Used to be in misery, but no more.
I know I’ve been a sinner, that’s just my history.

Hier mein Review wie ich es ins Forum geschrieben habe:

A Wilhelm Scream/KMPFSPRT in der Räucherkammer des Wiesbadener Schlachthofs!

Einlass ist um 20 Uhr, wir kommen vorsichtshalber mal um 21 Uhr. KMPFSPRT haben grade angefangen zu spielen. Sie sind gut frisiert, der Bart sitzt und es ist unfassbar laut. Man munkelt, sie singen Deutsch, aber ich verstehe kein Wort weil meine empfindlichen Öhrchen jetzt schon piepen. Wir gehen vor die Tür, ins Cafe nebenan und unterhalten uns über peinliche Bands.

Gegen 22 Uhr fangen A Wilhelm Scream an. Ich ärgere mich, dass ich mich der Band so lange verweigert habe. Meiner Begleitung geht es ähnlich. Einmal ein Lied gehört, war schnell und hektisch und ein bisschen zu lustig für unseren Geschmack, dann noch die quietschbunten T-Shirts der Band, die aussehen, als hätte ein Clown draufgekotzt – ja, da hatten wir uns unsere Meinung gebildet. Leider lagen wir sehr daneben und das tat mir gestern leid. Oder eigentlich schon die ganze Woche, in der ich zur Vorbereitung die Alben durchgehört habe. Zum Geburtstag bekam ich also von meiner Begleitung (VÖLLIG SELBSTLOS) die Partycrasher geschenkt und die hat eigentlich gleich gezündet. Oh Mann.
Anyway. Es geht los, gleich mit dem opener der Partycrasher, Boat Builders. Spitzensong finde ich, obwohl das später noch gespielte “I wipe my ass with showbiz” der NOCH bessere opener ist. Die meisten Songs kenne ich leider nicht, ich bin jemand der auf Konzerten gerne mitsingt, aber das bleibt mir gestern verwährt (und meiner Begleitung erspart). Ich bleibe also beim Cola trinken und Kopfnicken und genieße, wie die anderen genießen. Denn vorne geht’s ordentlich ab. Nicht so wie in München, dass die Leute wirklich brutal drauf sind. Nein, die Leute haben Spaß, sie freuen sich, so sehe ich das gerne. Witzig: In der Räucherkammer ist die Decke gewölbt und die Pfosten mit Stangen verbunden, wie bei einem Gerüst. Irgendwann hingen die Leute dann an den Stangen, ließen sich wieder in die Menge fallen, oder hingen einfach wie ein Spanferkel rum und sangen mit. Das Publikum ist auch wirklich super angenehm. Keine Styler, kein Gepöbel.

Glücklicherweise lagen an der Bar noch Ohrenstöpsel aus, die ich eigentlich vermeide, aber gestern ging es nicht anders. Und das obwohl AWS laut dem Typen vor mir “nur minimal lauter sind als die Vorgruppe, wenn man sie von draußen gehört hat”. Der Sound ist leider auch nicht so prall, ich war das erste Mal in der Räucherkammer und kann nicht sagen, woran das liegt. Bei der Musik von AWS passiert halt auch echt viel und es ist glaube ich nicht so einfach, da jedem Gegniedel gerecht zu werden. Das hat aber den Spaß nicht getrübt, das nächste mal wünsche ich mir für mich selbst aber etwas mehr Textsicherheit🙂

Großer Dank wie so oft an den lieben Thorsten fürs anfixen, ohne den ich vermutlich heute nur noch sehr wenig Musik hören und noch weniger Konzerte besuchen würde. Danke dafür, dass Du fährst wenn ich Schiss habe (dunkel UND Regen!!!) und dass es einfach immer kurzweilige Abende sind! Auch das gehört mal gesagt!

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